Ein öffentlicher und transparenter Umgang mit wichtigen Bauvorhaben ist für die Architekturqualität einer Stadt von großer Bedeutung. Der Architektenwettbewerb spielt dabei eine herausragende Rolle. Denn er hat zum Ziel, das beste Ergebnis für eine bauliche Aufgabe zu ermitteln – und eben nicht das erstbeste.

Anfang 2005 haben die Architektenkammer Bremen, die Ingenieurkammer Bremen und der Senator für Bau, Umwelt und Verkehr eine Vereinbarung getroffen, die die unbürokratische und bauherrenfreundliche Durchführung eines Architektenwettbewerbs gewährleistet. Diese Initiative läuft unter der Formel „Bremer Erklärung“.

Wesentliche Bestandteile der Bremer Erklärung:
  • Die im Land Bremen geltenden Richtlinien für einen Architektenwettbewerb sind die „RAW – Regeln für die Auslobung von Wettbewerben“.
  • Die Jury bei Architektenwettbewerben ist im Land Bremen mindestens zur Hälfte mit Personen besetzt, die für die Tätigkeit hervorragend qualifiziert sind, und die fachlichen Voraussetzungen erfüllen, die zur Teilnahme am Wettbewerb berechtigen (Fachpreisrichter). Abweichend zur RAW gibt bei Stimmengleichheit nicht die Stimme des Juryvorsitzenden, der die vorgenannten Qualifikationen erfüllen muss und Mitglied der Architektenkammer oder Ingenieurkammer sein soll, sondern die des Auslobers den Ausschlag.
  • Die Architektenkammer bietet den Bauherren und Architekten einen kostenlosen Beratungsservice an, wenn die Durchführung eines Architektenwettbewerbs oder (bei öffentlichen Bauherren) eines VOF-Verfahrens geplant ist.

Bauherren und Architekten haben also die Möglichkeit, schnell, unkompliziert und kostenlos von der Architektenkammer informiert zu werden, welches Verfahren für die jeweilige Bauaufgabe das geeignete ist.

Download:
Dienstanweisung 425 zu Wettbewerben im Land Bremen